Die Nordsee ist fest gesetzt, wenn es und nach Dänemark zieht. Anstatt das breiten Sandstrände haben wir uns in diesem Jahr nach Norre Lyngby in die Jammerbucht verschlagen.
Uns war klar, dass wir uns mit der Wahl des Ferienhauses von der Außenwelt verabschieden würden. Denn in Norre Lyngby gibt es weder Einkaufsmöglichkeiten noch nennenswerte Ausflugsziele.
Unser Plan, den Weg zum Strand immer zu Fuss zu bewältigen, haben wir nicht weiter verfolgt, nachdem wir es einmal ausprobiert hatten und schon vor dem Ziel durchgefroren waren. Am Strand hat uns die Steilküste überrascht, die der Küste einen sehr rauen und unnahbaren Touch verleiht.

Wie du bestimmt weißt, kann es unheimlich entschleunigend sein, am Strand entlang zu schlendern und sich den frischen Wind um die Nase wehen zu lassen. Der Entschleunigungsfaktor lässt aber deutlich nach, wenn man mit einem bewegungsfreudigen Jungen unterwegs ist, dem das Erklimmen von potentiellen Knochenbrechern deutlich mehr Freude bereitet, als mit seinen Eltern Steine zu sammeln oder anderes langweiliges Zeug zu machen.


Daher waren wir sehr froh, als wir eine große Bunkeranlage unweit von Lokken entdeckt und diese als bevorzugtes Ausflugsziel auserkoren haben.




Nebenbei ist Lokken eine wirklich schöne kleine Stadt, in der man gut ein paar Stunden verbringen kann. Die Städtchen in der Gegend sind ähnlich schön und laden zu einem kurzen Besuch ein.


An Dänemark schätze ich die sich stetig verändernden Lichtverhältnisse sehr. Damit gehen immer besondere Farbspiele und Stimmungen einher.


Ein ziemlich lässiges Ausflugsziel ist der aufgegebene Leuchtturm Rudbjerg Knude Fyr, der vom Sand umspült worden ist und auf einer riesigen Sanddüne an der Steilküste steht.





Mein fotografisches Highlight waren zweifelsohne die Polarlichter. Die waren zwar nicht so beeindruckend bunt wie ein paar Monate zuvor bei uns, aber der grüne Schimmer am nördlichen Nachthimmel hat mir schon ausgereicht.
