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Flachau

    Ich habe lange überlegt, ob und was ich zu Flachau schreiben kann. Warum? Weil es mir nicht gefallen hat.

    Wir sind mit der Prämisse angereist, mitten in den Bergen zu sein, dort wandern zu können und Mountainbike zu fahren.

    In den Bergen waren wir und dass das Wetter meist mies war, kann niemand beeinflussen. Dass die Bergbahnen ausschließlich ins Nichts fahren und wir uns die Wanderziele ganz anders vorgestellt haben, war schon ziemlich enttäuschend. Die Mountainbike-Runden sind gekennzeichnet von endlosen Asphalt-Anstiegen. Trails gibt es in Flachau nicht. Also doch, schon. Aber der einzige, den ich gefunden habe, war vom Regen derart ausgewaschen, dass beim befahren keine Stimmung aufgekommen ist. Mountainbiken ist dort definitiv nicht erfunden worden.

    Eine Runde haben wir zu dritt geprägt. Wir wollten am Fluss entlang zur Marbach-Alm fahren, dort einkehren und eine nette Zeit haben, bevor wir wieder ins Hotel biken. Tja: dummerweise hat es in Strömen geschüttet und als wir völlig durchnässt auf der Alm ankamen, hatten wir rund 500m Offroad hinter uns und den Rest auf Fahrradwegen absolviert. Da konnte der 12€ teure Kaiserschmarrn die Stimmung auch nicht mehr retten.

    Wir sind keine Skifahrerfamilie und werden auch nie eine werden. Flachau ist ohne Schnee superlangweilig. Mit Schnee ist es dort dann bestimmt stimmungsvoller und weniger trist. Wahrscheinlich kann man dort dann auch mehr unternehmen. Uns jedenfalls haben die Angebote (Heimatmuseum, Shops und Restaurants) nicht zugesagt.

    Netterweise ist es zu einer Tradition geworden, dass wir uns bei jeder Reise nach Österreich mit Harald, Sabine, Marlon und Flora treffen. Die haben uns unter anderem auch auf den Geisterberg gelotst. Klingt nach Touri-Berg und isses auch. Wenn man erstmal die Kohle für den Besuch geblecht hat, wird man mit der Gondel auf einen für Kinder (und im Winter bestimmt auch für Skifahrer) tollen Berg mit zahlreichen Spielmöglichkeiten und Wanderwegen ausgespuckt.

    Das hat uns schon besser gefallen.

    Unser Highlight war der Abreisetag. Dank unserer Freunde mit Ortskenntnissen haben wir die Abreise aus Flachau mit einem Ausflug zum Salza-Wasserfall kombiniert. Der ist sehr schön und nicht so überlaufen.

    Ach so, fast hätte ich es vergessen zu erwähnen: wir sind auch in Schladming gewesen und haben die Planai ausprobiert. 1100 Tiefenmeter auf acht Kilometer. Der Wahnsinn! Wir haben einige Grenzerfahrungen gemacht und uns entsprechende Blessuren zugezogen sind aber heile unten angekommen und hatten irre viel Spaß.